Google Führungstools / re:work

Danke Google!

 

Google ist ein recht erfolgreiches Unternehmen. Und Google geht seine eigenen Wege – zum Beispiel im Bereich der Mitarbeitergewinnung und -führung. Mitte 2017 hat Laszlo Bock, der Personalchef von Google etwas Überraschendes getan: er hat alle wesentlichen Dokumente, die Google im Laufe der letzten Jahre im HR-Bereich entwickelt hat veröffentlicht. Für alle zugänglich. Kostenlos. Google re:work heißt das Projekt.

 

Wir sind uns einig, das Ganze wird nicht ohne weiteres zu übertragen sein, vom multinationalen Digital-Schrittmacher auf den mitteleuropäischen Mittelständler, den kleinen Dienstleister oder die Behörde. Aber ein Blick lohnt sich schon. Diesen Blick haben wir für Sie riskiert – hier unsere ersten Erkenntnisse:

 

  • einige Dokumente sind auf den ersten Blick recht „amerikanisch“ – also im besten Sinne hemdsärmelig mit wenig theoretischem Ballast. Weniger schmeichelhaft wäre das Adjektiv „oberflächlich“.

 

  • andere Dokumente sind ausgesprochen technisch, fast technokratisch. Ziele werden bei Google per OKR vereinbart und fixiert. Das Ganze erinnert an eine Balanced Scorecard. Alle, die sich mit der Thematik auseinandergesetzt haben, können das Verfahren von Google ihre eigenen Erfahrungen abgleichen. Oder anders: OKR ist schon ein großes Rad!

 

  • sehr in die Tiefe geht das Material zur Führungskräfteausbildung bei Google. Hier liegen die kompletten Schulungshandbücher vor. Aus unserer Sicht können diese natürlich nicht 1 zu 1 übertragen werden, schon allein aufgrund der kulturellen Unterschiede. Trotzdem kann das Material unseres Erachtens wertvolle Anregungen für die Ausbildung von Führungskräften auch in anderen Unternehmen leisten.

 

  • eine große Rolle spielt das Thema „Diskriminierung“, viel größer als wir das in Mitteleuropa vermuten würden. Das mag daran liegen, dass es in den USA diese fast schon panische Ausrichtung an „political correctness“ gibt, vielleicht aber auch daran, dass Diskriminierung in USA viel häufiger stattfindet als bei uns. Vielleicht (und darüber sollten wir bei der Lektüre des Materials einmal intensiv nachdenken) müssten wir diesbezüglich deutlich sensibler sein.

 

  • besonders wertvoll sind die kleinen Tipps, mit denen Google seinen Spirit mit wenig Aufwand befeuert. Sei es die völlige Transparenz über die Geschäftszahlen und die damit verbundenen Entscheidungen, sei es die Vorbereitung von Bewerbern, denen die Recruiter vorab die Fragen zusenden, die man ihnen stellen wird.

 

Das Ganze ist sehr wertvoll, aber nicht 1 zu 1 übertragbar und aus unserer Sicht unhandlich strukturiert. Deshalb haben wir eine strukturierte Zusammenfassung des Materials erstellt, also quasi ein „Wegweiser Google re:work“, die Sie hier herunterladen können.

Das Material bedarf einer Einordnung. Das kann man allein tun, das kann man aber auch im Austausch mit anderen tun. Wir organisieren einen solchen Austausch auf der Ebene „Geschäftsführung“ und „Leitung HR/Personal“ in kleiner Runde (maximal 8 Teilnehmer). Tauschen Sie sich mit anderen Hochkarätern über Einschätzungen und Erfahrungen aus!

Die Veranstaltungen finden in Wuppertal oder Hamburg statt.

Hier kommen Sie direkt zur Einstiegsseite von Google re:work